Notfallplan – bei deutschen Familien-Unternehmen eher Fehlanzeige!

update 07.05.2014
dieses Thema ist jetzt auch als Kompakt-Vortrag oder Unternehmer-Workshop verfügbar!
info@asc-beratung.de – Stichwort: „Notfallplan“

Nach einer aktuellen Studie haben mehr als 80 % der deutschen Familien-Unternehmen keine oder nur sehr unzureichende Vorkehrungen für den „Unternehmer-GAU“ – den vorübergehenden oder vollständigen Ausfall des Unternehmers / der Unternehmerin. Nur in 15 % der Unternehmen gibt es für eine solche Ausnahmesituation einen konkreten Notfallplan … „mache ich demnächst“ … „ich werde nicht krank“ … „mir passiert schon nichts“ …

Wenn es dann doch einmal passiert, ist guter Rat nicht teuer, sondern meist gar nicht mehr möglich. Für einen persönlichen Notfallplan sollte sich der Unternehmer zumindest vorübergehend von seinem „Highlander-Syndrom“ (es kann nur eínen geben) befreien und die wichtigsten Dinge organisieren und dokumentieren (in Auswahl).
– wer soll die Inhaber/Geschäftsführer-Funktion ausüben?
(bei mehreren Geschäftsführern – Geschäftsverteilungsplan prüfen/überarbeiten!)
– wer aus der Familie übernimmt die Stimmrechte der Anteile / persönliche Vertretung
– Testament zur Regelung des persönlichen Nachlasses
– Konflikte bei Gesellschafter-Vertrag und Testament
Es empfiehlt sich hier eine professionelle anwaltliche Beratung und/oder Begleitung.

Ein bisschen besser gestaltet sich meistens die Absicherung der operativen Abläufe bei unvorhersehbaren Beeinträchtigungen – typischerweise ein „Versicherungs-Thema“ – Betriebshaftpflicht, Betriebsunterbrechungs-Versicherung und weitere Sachversicherungen (Elektronik, Maschinenbruch etc.) sind verbreitet, ein Forderungsausfallversicherung schon weniger, einen Masterplan gibt es eher selten. Auch hier ist professioneller Rat sinnvoll und dringend anzuraten.

Unternehmen, die einen etablierten und funktionierenden Beirat haben, können hier in der Regel entspannter bleiben; meistens sind dort die existenziellen Dinge geregelt bzw. im Notfall hat der Beirat die Entscheidungsgewalt und die Umsetzungskontrolle – der Beirat in der Funktion der Werterhaltung und Existenzsicherung.

Für alle Vorsorgemaßnahmen gilt – der notwendige Aufwand hierfür steht in keinem Verhältnis zum erhaltenen Nutzen. Wenn die individuellen potenziellen Lücken und Aufgabenstellungen identifiziert sind, können Handlungsoptionen definiert werden; tritt der jeweilige Fall dann tatsächlich ein, kann ohne Verzögerung gehandelt werden.

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