Finanz-Kommunikation wird wichtiger

Aus einer Studie der EulerHermes Kreditversicherungs-AG:

 … Angetrieben durch die Krise vollzieht sich ein fundamentaler Umbruch des deutschen Bankenmarktes. Einerseits verschwinden traditionelle Kapitalgeber für den Mittelstand ganz vom Markt oder sind strukturell stark geschwächt. Andererseits verbinden sich zum Beispiel Commerzbank und Dresdner sowie Deutsche und Postbank zu neuen Allianzen …

… Unternehmer und Geschäftsführer müssen deshalb ihre Finanzkommunikation überdenken und neu aufstellen. Denn wenn sie erfolgreich sein soll, umfasst sie mehr als die Zahlen aus Bilanz und GuV. Relevante Fakten müssen zeitnah, fehlerfrei und umfassend berichtet, es müssen auch Probleme proaktiv angesprochen und Antworten vor allem auf folgende Fragen gegeben werden:

  • Welche Finanzziele sollen überhaupt verfolgt werden?
  • Wer sind derzeit die Adressaten der Finanzkommunikation und welche neuen kommen eventuell künftig hinzu?
  • Welchen Informationsbedarf haben die Finanzpartner?

Das war im Jahr 2008 – viel geändert hat sich seitdem nicht … Viele Jahre haben Unternehmerinnen und Unternehmer ihr „verdientes Geld“ zur Bank gebracht und in Ausnahmefällen (große Investitionen) Geld von der Bank benötigt. Diese Zeiten sind für die meisten Unternehmen lange vorbei. Heute hat jedes Unternehmen einen mehr oder weniger umfangreichen Finanzierungs-Mix.

Die Finanz-Kommunikation hat mit der Veränderung der Finanzierungs-Instrumente häufig nicht mitgehalten, was in vielen Fällen auch keine echten Probleme verursacht, lediglich von Zeit zu Zeit störend wirkt und zu unnötigen Reibungsverlusten führt – zumindest bisher. Der Handlungsbedarf wird deshalb immer noch nicht hinreichend erkannt und gewürdigt.

Wer allerdings einen institutionellen Eigenkapitalgeber (bzw. Mezzanine-Kapital) an Bord hat, ist da schon früher wachgerüttelt worden und weiß inzwischen, welche Anforderungen an Dokumentation und Kommunikation gestellt werden. Absehbar wird es – unabhängig vom Zinsniveau – für viele Marktteilnehmer schwerer werden an neue, zusätzliche Finanzierungsmittel zu kommen. Das liegt nicht nur an den „harten Faktoren“ (Bilanz und GuV Kennzahlen), sondern hängt zunehmend auch von den „weichen Faktoren“, wozu auch die Finanz-Kommunikation gehört. Das Rating der Hausbank ist dabei nur ein Teil der ganzen Wahrheit – wenn überhaupt ein qualifiziertes Rating vorgelegt wurde!?

Eine qualifizierte Analyse der individuellen Situation mit daraus abgeleiteten Handlungsparametern ist dringend zu empfehlen.

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